Geschichte

Geschichte der BW-TEC AG

Jakob Willi und Werner Christl arbeiteten über viele Jahre für die Schneider Medizintechnik in Bülach. Die Firma Schneider arbeitete eng mit Andreas Grüntzig, dem Pionier der kardialen Ballondilatation, zusammen. Jakob Willi und Werner Christl sammelten dort Erfahrungen im Bereich der Maschinenentwicklung und hatten so die Möglichkeit den Prozess der PTCA Produktion aus erster Hand kennen zu lernen. Nachdem diese Firma erst vom Pfizer-Konzern und dann 1998 schlussendlich von Boston Scientific gekauft und nach Irland transferiert wurde, war der Zeitpunkt für einen Neuanfang gekommen. Die BW-TEC wurde im Jahre 1999 von Jakob Willi gegründet. Erste Bestellungen kamen von ehemaligen Arbeitskollegen und die erste Maschine wurde in der Garage im Privathaus von Jakob Willi gebaut. In diesen Anfangsmonaten stiess auch Werner Christl dazu und die Werkräume im Gebäude der Oertli an der Hofstrasse 1 konnten gemietet werden.

Anfangs wurde soweit möglich alles aus eigner Hand gebaut. Daniela, die Tochter von Jakob Willi half Teilzeit in der Administration und internationalen Kommunikation. Schnell spricht sich herum, dass es in der Schweiz einen Hersteller für solch spezielle Maschinen gibt und es kommen Aufträge für die Entwicklung verschiedenster Anwendungen zustande. Bald schon werden Automatiker und Mechaniker angestellt um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Durch die jährliche Präsentation an der Medtec in Stuttgart und aufgrund der soliden Qualität der Produkte wird die BW-TEC international bekannt. Besonders die Entwicklung der CO2 Laser Schweiss Maschine bewirkt ein rasantes Wachstum der BW-TEC. Firmen aus aller Welt werden auf die BW-TEC aufmerksam und innert weniger Jahre wird der Laser Typ 394 zum Benchmark für die Schweissung von distalem und proximalen Ende von Ballonkathetern.

Aufgrund des schnellen Wachstums im Bereich der PTCA und PTA Industrie kommt es immer wieder zu Aufkäufen kleinere Firmen durch grosse global agierende Konzerne. Dieser Trend bewirkt, dass Kunden der BW-TEC plötzlich den Namen ändern und innerhalb des neuen Konzerns die Maschinen der BW-TEC bekannt machen. Dies hat zur Folge, dass die Aufträge immer grösser werden und entsprechend Personal angestellt werden kann. Da die Schweiz ein sehr solides Ausbildungssystem hat, ist die BW-TEC in der Lage gute Fachkräfte für die mechanische Fertigung und elektromechanischer Montage zu akquirieren. Bereits im Jahr 2007 konnte der erste Auszubildende im Bereich Automation angestellt werden.

Im Verlaufe der letzten Jahre wuchs das Unternehmen stetig. Heute ist das Team auf über 20 Personen gewachsen und die räumlichen Kapazitäten auf 1000m2 erweitert. Die Firma BW-TEC hat Kunden auf sechs Kontinenten und ist mit einem Exportanteil von 95% ein wichtiger Partner für die Schweizer Wirtschaft geworden.

Mit Beginn des Jahres 2016 hat die BW-TEC AG ein neues Führungsteam. Josia Pantli übernimmt die Verantwortung als Geschäftsführer und wird von einem schlagkräftigen Team junger Ingenieure unterstützt. Daniela Pantli verantwortet auch in Zukunft die Personalabteilung. Jakob Willi bleibt bis August 2016 Mitglied der Geschäftsleitung und wird dann in den aktiven Vorruhestand gehen. Er wird die BW-TEC zukünftig im Verwaltungsrat unterstützen. Werner Christl verlässt die Geschäftsleitung und wird Ende März sein Verwaltungsratsmandat niederlegen. Er bleibt jedoch der BW-TEC für die nächsten Jahre weiterhin als Mitarbeiter erhalten.